Alleinarbeit

Ein Totmannmelder ist ein tragbares Sicherheitsgerät, das Bewegungslosigkeit, Stürze oder gefährliche Körperlagen automatisch erkennt und ohne aktives Eingreifen einen Alarm auslöst. Er schließt eine kritische Sicherheitslücke: Notfälle werden auch dann gemeldet, wenn der Betroffene selbst keinen Notruf mehr absetzen kann.
Alleinarbeit findet heute in vielen Branchen statt – von Wartung und Service über Logistik bis hin zu Pflege und Facility Management. Unternehmen müssen sicherstellen, dass Mitarbeitende auch außerhalb von Ruf- und Sichtweite angemessen geschützt sind.
Der Totmannmelder kann über unterschiedliche Plattformen realisiert werden: als klassische Personen-Notsignal-Anlage, als Smartphone-Lösung mit Notfall-App oder als Smartwatch – angepasst an Risiko, Arbeitsumgebung und organisatorische Abläufe.
Die klassische Personen-Notsignal-Anlage bleibt für Hochrisiko-Arbeitsplätze der Referenzstandard. Geräte wie das Life Tel 2 sind speziell für den industriellen Einsatz entwickelt. Sie kombinieren willensunabhängige Auslöser mit einer SOS-Taste, Voralarm und Quittierung. Erkennt das System anhaltende Bewegungslosigkeit oder eine gefährliche Lage, wird automatisch Alarm an hinterlegte Empfänger oder eine Leitstelle übertragen.
Handelsübliche Smartphones können heute ebenfalls als Totmannmelder eingesetzt werden. Vorteil: Die Geräte sind in vielen Unternehmen bereits vorhanden. Mobi-Click bietet zudem Smartphones mit vorinstallierter Totmann-App für sofortigen Einsatz.
Smartphone-basierte Systeme unterstützen Voralarm, Quittierung und Indoor-Ortung und eignen sich besonders für mobile Tätigkeiten, Außendienst und Service. Für explosionsgefährdete Bereiche stehen Ex-geschützte Smartphones zur Verfügung.
Die Life Watch trägt man direkt am Handgelenk – für besonders frühzeitige und zuverlässige Erkennung von Gefahrensituationen. Stürze, Bewegungslosigkeit und ungewöhnliche Körperhaltungen werden kontinuierlich erfasst und lösen bei Bedarf automatisch Alarm aus.
Die hohe Akzeptanz im Alltag macht sie ideal für Pflege, Facility Management, Gebäudetechnik und mobile Serviceteams.
Ein Totmannmelder überwacht kontinuierlich:
Wird ein Grenzwert überschritten, startet zunächst ein Voralarm, der quittiert werden kann. Erfolgt keine Reaktion, wird der Hauptalarm – inklusive GPS- oder Indoor-Ortung – an Kollegen oder eine Leitstelle übertragen.
Die Nachfrage konzentriert sich auf Branchen mit erhöhter Gefährdung: Feuerwehr, Chemie, Energie, Bau, Logistik sowie Wartung in Schächten und Ex-Bereichen. Dort ist der Totmannmelder oft die einzige verlässliche Absicherung, wenn Mitarbeitende bewusstlos oder handlungsunfähig werden.
Nach dem Arbeitsschutzgesetz müssen Arbeitgeber Gefährdungen bewerten und geeignete Maßnahmen festlegen. Bei gefährlicher Alleinarbeit können Personen-Notsignal-Anlagen mit Totmannfunktion erforderlich sein. Die Auswahl – ob klassische PNA, Smartphone oder Smartwatch – muss sich an der Gefährdungsbeurteilung nach DGUV 112-139 orientieren.
Was ist ein Totmannmelder?Ein tragbares Sicherheitsgerät, das Bewegungslosigkeit, Stürze oder gefährliche Körperlagen erkennt und automatisch Alarm auslöst – auch wenn der Betroffene nicht mehr handeln kann.
Reicht ein Smartphone als Totmannmelder aus?Smartphones mit Totmann-App eignen sich für mittlere Risiken und mobile Tätigkeiten. Bei Hochrisiko-Arbeitsplätzen wird häufig eine klassische PNA wie das Life Tel 2 empfohlen.
Wann ist eine klassische PNA erforderlich?Bei Tätigkeiten mit erhöhter Gefährdung ist eine dedizierte PNA nach DGUV 112-139 meist die sicherste Lösung.
Für wen eignet sich die Life Watch Smartwatch?Ideal für Pflege, Facility Management und Serviceteams – sie wird ständig am Körper getragen und erkennt Stürze besonders früh.
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